OpenOffice.org Portable - Benutzen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Andreas Mantke   
Sonntag, den 13. Dezember 2009 um 20:17 Uhr

Grundsätzlich unterscheidet sich die Arbeit mit der portablen Version nicht von derjenigen mit einer stationären Version von OpenOffice.org. Ein Unterschied besteht allerdings darin, dass sowohl das Office insgesamt wie auch die einzelnen Komponenten (sofern z.B. Writer direkt aufgerufen werden soll) über spezielle Starter aufgerufen werden, die sich im Grundverzeichnis von OpenOffice.org Portable befinden und Namen wie z.B. „OpenOfficeWriterPortable.exe“ tragen. Ein Aufruf über das konventionelle ausführbare Programm von OpenOffice.org in einem der Unterverzeichnisse führt regelmäßig zu einem Fehler.

Damit können auch unterwegs alle bekannten Module von OpenOffice.org in der gewohnten Weise für die Arbeit an Dokumenten benutzt werden. OpenOffice.org Portable stellt wie die lokale Version die folgenden Programmmodule bereit, die alle hervorragend zusammen arbeiten:

  • Writer (Textverarbeitung),

  • Calc (Tabellenkalkulation),

  • Impress (Präsentationen erstellen),

  • Draw (Zeichnungen erstellen),

  • Base (Datenbankanwendung),

  • Math (Formeleditor)

  • Fontwork (Gestalten von Schriftzügen).

Beim Beenden der Arbeit mit der portablen Version der Office-Suite (wie mit allen portablen Programmen) müssen Sie als Anwender darauf achten, das Speichermedium nicht einfach aus dem Computer zu entfernen. Sie müssen vielmehr zunächst im Systembereich der MS Windows Taskleiste rechts unten das „sichere Entfernen von Hardware“ aufrufen und in den folgenden Dialogfenstern das entsprechende Laufwerk / Speichermedium auswählen und abmelden. Ansonsten ist mit Datenverlusten auf dem Speichermedium zu rechnen, da einige Schreiboperationen erst mit dem Abmeldevorgang vorgenommen werden.

Da portable Speichermedien nur eine begrenzte Lebensdauer haben, können Sie sehr ärgerliche Datenverluste erleiden, wenn Sie nicht regelmäßig ein Backup erstellen. Nehmen Sie daher möglichst häufig eine solche Sicherung vor.

Wegen der Arbeit an unterschiedlichen, auch fremden Gastcomputern ist auch ein regelmäßiger Scan des Speichermediums mit einem aktuellen Virenscanner sehr empfehlenswert. Hierzu steht mit ClamAV Portable auch ein portables Tool bereit (siehe unten).

Wie bereits die Installation lassen sich die Office-Suite bzw. deren einzelne Module auch auf einem Linux-System mit einem Windows-Emulator wie Wine ausführen (siehe Abbildung 3). Hierzu ist zunächst darauf zu achten, dass das USB-Speichermedium entweder manuell oder über einen Automounter in das System eingebunden ist. Im Anschluss kann über die Eingabe eines Befehls in der Shell (z.B. der Bash) nach folgendem Muster OpenOffice.org Portable oder eines seiner Module gestartet werden:

wine /media/OOOPLUS/OpenOfficePortable/OpenOfficeWriterPortable.exe

Nach dem Beenden von OpenOffice.org Portable erfolgt leider noch keine vollständige Beendigung des Wine-Prozesses. Hier ist ein manueller Abbruch erforderlich (Strg + C). Ebenso wie bei dem Verwenden unter dem Betriebssystem MS Windows, ist auch hier darauf zu achten, dass das portable Speichermedium sauber aus dem System ausgehängt wird, um Datenverluste zu vermeiden.

Abbildung 3: OpenOffice.org Portable mit Wine 1.1.9 auf openSuSE 11.1-x64 (zum Vergrößern auf das Bild klicken)

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 13. Dezember 2009 um 20:31 Uhr