Eumex 300IP mit IP-Telefonie PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Andreas Mantke   
Donnerstag, den 04. Januar 2007 um 20:37 Uhr

Konfiguration der Eumex 300IP


In dieser Zielausbaustufe soll die Eumex 300IP nicht nur als DSL-Modem dienen, sondern auch IP-Telefonie ermöglichen.
Schließen Sie hierzu an die (interne) Schnittstelle der Eumex 300IP erneut an einen Computer an (z.B. den Laptop) und stellen Sie die Netzwerkschnittstelle auf eine Adresse aus dem Netz 192.168.178.0/24. (z.B. 192.168.178.2) oder auf Konfiguration per DHCP. Rufen Sie danach die grafische Managementoberfläche der Eumex auf und geben Sie im Menü die Daten vor, die Ihnen Ihr Internetprovider mitgeteilt hat. Lassen Sie unter dem Menüpunkt die Einstellung zu auf "alle in einem Netz". Ihr Netzwerk liegt damit im IP-Bereich 192.168.178.0/24. Falls Sie feste Netzwerkadressen für die angeschlossenen Computer (bzw. die entsprechende Netzwerkkarte) vergeben wollen, so müssen Sie eine solche aus diesem Adressbereich vergeben. Andernfalls lassen Sie den DHCP-Server auf der Eumex eingeschaltet bzw. stellen diesen wieder ein. Dann vergibt dieser entsprechende Netzwerkadressen. Im Projekt wurde für die Vergabe von festen Adressen entschieden, da dies mit der ebenfalls benutzten Thinclient-Technologie (Nomachine) besser harmonierte.
Im nächsten Schritt waren noch auf der Managmentoberfläche der Eumex die Einstellungen zur IP-Telefonie vorzunehmen. Rufen Sie hierzu im Menü unter "Konfiguration" "Telefonie" auf. In dem entsprechenden Dialog wählt man im Bereich "Rufnummern" "Internetrufnummern (VoIP)" aus. Nach einem Mausklick auf diesen Begriff gelangt man zu einer Übersicht der bereits erstellten VoIP-Verbindungen und einem Link ("Neue Internetrufnummer"), der einen Dialog zur Vorgabe der entsprechenden Daten, die man von seinem VoIP-Provider erält (erhalten hat). Dies sind eine VoIP-Telefonnummer, ein Benutzername für den Account, Passwörter (sollten nur Ihnen bekannt sein) und das SIP-Gate, mit dem sich die Eumex verbinden soll und über das die Anrufe später abgewickelt werden (Das Gate von FreePhone heißt z.B. sip.web.de). Haben Sie diese Daten vorgegeben und die Verbindung eingeschaltet (oben im Dialog), so verbindet sich die Eumex mit dem SIP-Gate und die VoIP-Verbindung ist damit aktiv. Unter den "allgemeinen Einstellungen" im Dialog "Telefonie" ist einzustellen, dass ein "Bandbreitenoptimierte Sprachkompression" stattfinden soll sowie das die Ortsvorwahl (und welche Nummer) ergänzt werden soll.
Die analogen Telefone, die an der Eumex angeschlossen sind, können nach Abschluss dieser Arbeiten mit der Vorgabe "*12#" vor der Telefonnummer eine Verbindung per VoIP in das Festnetz (oder das Mobilfunknetz) herstellen. Alternativ läßt sich mit der Eumex auch regeln, dass die Telefonverbindungen (beispielsweise in das Festnetz immer über VoIP abgewickelt werden (Manuell abstellbar für das aktuelle Telefonat durch Vorgabe von "*11#" vor der Telefonnummer.).
Die Regeln, welche Telefongespräche per Festnetz bzw. per VoIP abgewickelt werden sollen, setzt man im Dialog "Telefonie" in dem Bereich "Leistungsmerkmale". Dort rufen Sie den Link "Wahlregeln" auf und erstellen im folgenden Dialog eine entsprechende neue Wahlregel.

Konfiguration des Linksys Broadband Router


In dieser zweiten Ausbaustufe des kleinen Netzwerks ist es erforderlich, die IP des Linksys wie auch der angeschlossenen Computer neu auf den IP-Bereich der Eumex 300IP zu setzen. Rufen Sie hierzu die Konfigurationsoberfläche des Linksys wie zuvor für Ausbaustufe 1 beschrieben auf und stellen Sie auf dem Register "Einrichtung", Bereich "Grundlegende Einrichtung" eine feste IP aus dem Bereich 192.168.178.0/24 (beispielsweise 192.168.178.300 mit Subnetzmaske 255.255.255.0). Achten Sie auch darauf, dass der DHCP-Server "disabled" ist. Danach spreichern Sie Ihre Einstellungen.

Damait ist der Broadband Router von den angeschlossenen Computern nicht mehr unter der bisherigen IP zu erreichen. Er befindet sich in einem neuen Adressbereich. Sie müssen daher nun auch alle angeschlossenen Computer auf diesen Adressbereich umstellen.

Auf einem SuSE-Linux-System lässt sich diese Einstellung dauerhaft entweder grafisch mit dem Konfigurationswerkzeug YAST2 oder in der zu der Netzwerkschnittstelle gehörenden Datei in dem Verzeichnis /etc/sysconfig/network vornehmen. Die Benennung der Schnittstellendateien erfolgt dort mit "ifcfg-eth-id" und der Mac-Adress-Nummer als Ergänzung.

Zudem müssen Sie noch eine andere Standardroute einstellen, damit Ihre Anfragen in andere Netzwerke über das richtige Gateway oder den richtigen Router weitergeleitet werden. Dies können Sie entweder in dem grafischen Konfigurationswerkzeug von SuSE-Linux oder manuell in der Datei route im zuvor genannten Verzeichnis einstellen.

Haben Sie die Änderungen manuell in den genannten Dateien vorgenommen und abgespeichert, müssen Sie noch das Netzwerk neu mit folgendem Befehl neu starten (alles als root):

rcnetwork restart

(Haben Sie die Konfiguration mit YAST2 vorgenommen, erledigt regelmäßig dieses Tool für Sie diesen Punkt.)

Danach sollten Sie den Linksys-Router wieder erreichen können, nun allerdings unter seiner neuen Adresse.

Entsprechend müssen Sie übrigens auch für die in das Netzwerk eingebundenen Wireless-Komponenten (z.B. einen wireless angebundenen Laptop vorgehen.

Verbinden des Linksys Broadband Router mit der Eumex 300 IP


In dieser Ausbaustufe des Netzwerks wird das Linksys-Gerät in anderer Weise mit der Eumex 300 IP verbunden. Es ist nicht mehr die bisher genutzte Netzwerkschnittstelle mit der Bezeichnung "Internet" zu verwenden, sondern die Verbindung erfolgt über eine seiner vier anderen Netzwerkschnittstellen, die auch dem Anschluß der Computer des Netzwerks dienen. Das Gerät wird damit letztlich auf die Funktion eines Netzwerkswitches und Wireless-Accesspoints beschränkt.

An der Eumex 300 IP wird für die Verbindung zum Linksys-Gerät die weiterhin die Netzwerkschnittstelle mit der Bezeichnung "Lan" verwandt.

Haben Sie auch diesen Schritt abgeschlossen und die Stromversorgung für Eumex 300 IP und das Linksys-Gerät hergestellt, sollten Ihre angeschlossenen Computer aus dem Netzwerk heraus das Internet erreichen können.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 04. Januar 2007 um 20:42 Uhr