Warum ich LibreOffice verwende und unterstütze
LibreOffice ist eine freie Office-Suite, die auf unterschiedlichsten Plattformen läuft. Ich benutzte dieses Büroprogramm sowohl unter Windows als auch unter Linux (beispielsweise openSUSE, Ubuntu oder Debian). Egal unter welchem Betriebssystem ich gerade arbeite, finde ich immer meine gewohnte Office-Umgebung vor. Ich brauche deshalb, wenn ich z.B. einen Brief schreibe, nicht jedesmal ein anderes Programm mit anderen Tasturkürzeln oder Bedienelementen benutzen. Ich habe immer meine beliebte Wortergänzung, die mir viel Tiparbeit erspart.
Praktisch ist auch, dass LibreOffice die Dokumente in einem offenen Format (gezipptes XML) speichert. So kann ich diese Dokumente selbst auf einem Personalcomputer bearbeiten, auf dem kein LibreOffice installiert war. Ich brauche nur die Datei zu entkomprimieren (Entzippen) und kann den Inhaltetteil mit jedem Texteditor bearbeiten. Auch ist es möglich, für dieses offene Format dauerhafte unternehmensinterne Lösungen für die Weiterverarbeitung dieser Dateien zu entwickeln.
Das Dateiformat von LibreOffice (ODF = Open Document Format) ist seit Mai 2006 von der internationalen Standardorganisation unter ISO 26300 zertifiziert worden. Es wird auch von anderen Office-Programmen als Dateiformat verwandt (z.B. Calligra und OpenOffice.org).
Das gezippte XML-Format hat auch noch den Vorteil, dass es sehr kleine Dateigrößen produziert (komprimierte Dateien). Man kann diese Dateien daher auch per E-Mail in kürzerer Online-Zeit versenden bzw. über das Unternehmensnetzwerk transferieren.
Meine Mitarbeit bei LIbreOffice und The Document Foundation
Das Projekt LibreOffice ist im September 2010 unter dem Dach der in Gründung befindlichen The Document Foundation gestartet worden. Die Office-Suite ist eine Weiterentwicklung von OpenOffice.org. Im Unterschied zur Entwicklung von OpenOffice.org, das unter dem "Schirm" eines Hauptsponsors entwickelt wurde, ist diese Dominanz bei LibreOffice nicht mehr gegeben. Es sind sowohl verschiedene Software-Firmen wie auch freie Entwickler und andere Beitragende am Projekt LibreOffice beteiligt und jeder einzelne aktiv Beitragende kann gleichberechtigt an der Organisation des Projektes mitwirken.
Ich unterstütze das Projekt LibreOffice und The Document Foundation bereits seit ihrem Beginn im September 2010. Zunächst habe ich im Bereich Dokumentation und in der deutschsprachigen Gruppe mitgearbeitet. Daraus ist beispielsweise mein Howto zum PDF-Export von LibreOffice entstanden, dass Sie hier auf meiner Seite im Bereich LibreOffice-Dokumentation finden. Parallel dazu habe ich einige einfachere Arbeiten am Quellcode von LibreOffice übernommen (sogenannte Easy Hacks), wie beispielsweise das Übersetzen von Kommentaren von Deutsch in Englisch (eine große Hilfe für Entwickler, die überwiegend deutsche Texte nicht lesen und verstehen können). Mir ist es auch gelungen, einen kleinen Patch für den PDF-Export zu erstellen und in LibreOffice zu integrieren.
Da der Name LibreOffice relativ neu im Markt ist, habe ich auch seit September letzten 2010 gemeinsam mit anderen Projektmitgliedern Veranstaltungen besucht und dort für LibreOffice einen Stand betreut und Vorträge zum Produkt und Projekt gehalten. Sie finden die Folien einiger Vorträge hier auf meiner Webseite im Bereich Präsentationen.
Aktuell kümmere ich mich um die LibreOffice Extensions- und Templates-Webseiten, die auf dem Plone Content Managment System mit mehreren teilweise von mir angepassten Ergänzungsprogrammen laufen, Auf diesen Seiten stellen freiwillig beitragende Erweiterungen sowie vorlagen für LibreOffice unter freien Lizenzen bereit. Diese können wie LibreOffice sowohl für den privaten wie den Business-Einsatz verwendet werden.
Seit Oktober bin ich von der LibreOffice Community zum Deputy of the Board bei der Document Foundation gewählt worden. Neben der inhaltlichen Arbeit am Produkt LibreOffice und den LibreOffice-Extensions- und Template-Seiten beschäftige ich mich seitdem auch mit administrativen Aufgaben des Projektes, wie beispielsweise der Institutionalisierung der Stiftung. |